Während sich die heutigen Erwachsenen damals mit begrenzten medialen Möglichkeiten zufriedengeben mussten, bieten sich jungen Menschen heutzutage unendliche Möglichkeiten durch vernetzte, digitale Medien: Das Internet steht rund um die Uhr zur Verfügung, durch den Boom der Smartphones sogar an jedem Ort. Mit diesem kleinen Taschencomputer wird gesurft, mit Freunden geplaudert und werden Kontakte in sozialen Netzwerken geknüpft.
Unterhaltung in Form von Musik, Filmen und Games ist in riesigen Mengen verfügbar. Und nicht nur das: Besonders attraktiv für Kinder und Jugendliche sind die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung: Die vielfältigen Möglichkeiten, zu kommunizieren, zu spielen oder lustige Filme anzuschauen, werden von vielen jungen Menschen gerne und intensiv wahrgenommen.
Diese Medienwelt macht Eltern häufig ratlos, denn sie wissen zum einen meist nicht so genau, was dort eigentlich vor sich geht, und sind unsicher, wie sich das eigene Kind im Internet präsentiert. Zum anderen hören und lesen sie immer wieder von Risiken, die mit den Medien verbunden sind – sei es Belästigung bei WhatsApp oder in sozialen Netzwerken, Dauer der Mediennutzung oder gefährdende Inhalte.
Die Bedeutung von Begriffen wie „Freunde”, „Privatsphäre” oder „Datenschutz” hat sich grundlegend verändert. Gleichzeitig lösen sich die Kinder in pubertären Prozessen vom Elternhaus, was die Kommunikation erschweren kann.
Auf dem Elternabend stellt der Referent Markus Gerstmann die jugendliche Medienwelt vor und regt an, mit ihren Kindern darüber ins Gespräch zu kommen und zu bleiben. Im Anschluss ist genügend Zeit, um Fragen zu stellen.
Der Medienpädagoge Markus Gerstmann arbeitet seit vielen Jahren im ServiceBureau Jugendinformation. Er beschäftigt sich umfassend mit dem Internet und dessen Möglichkeiten und kombiniert seine diesbezüglichen Erkenntnisse mit seinem Wissen über die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. In Artikeln, Vorträgen und Workshops für Eltern und Fachkräfte gibt er sein Wissen weiter.
Der Elternabend wird durch die Bremische Landesmedienanstalt ermöglicht.
Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Digitalisierung mit dem Fokus auf junge Menschen. In all den Jahren haben mich immer wieder die neuen Herausforderungen der aktuellen Medienangebote begeistert. Ich liebe es, Trends zu analysieren und in einen pädagogischen Kontext zu stellen. Dabei versuche ich einen unverstellten Blick auf das aktuelle Handeln von Jugendlichen einzunehmen.
Die EU-Initiative „klicksafe“ hat zum Ziel, die Online-Kompetenz der Menschen zu fördern und sie mit vielfältigen Angeboten beim kompetenten und kritischen Umgang mit dem Internet zu unterstützen.
https://www.klicksafe.de/die-initiative
Interview zum Thema „TikTok-Challenge“:
„Von ‚Hot-Chip‘ zur ‚Deo-Challenge‘: Ein Bremer Medienpädagoge erklärt, wie Eltern mit ihren Kindern über gefährliche Mutproben reden sollten.“
https://www.butenunbinnen.de/tiktok-challenge-deo
Elternseite mit vielen Links
Smartphone, Tablet, Laptop, Konsole, Fernseher... die meisten Familien verfügen über eine vielfältige Medienausstattung. Und nicht selten sind die Geräte Gegenstand von Unstimmigkeiten: Die Kinder finden kein Ende, glotzen nur noch auf irgendeinen Bildschirm und sind eigentlich für nichts Anderes mehr zu begeistern. Viele Eltern sind ratlos und verunsichert, wie sie damit umgehen sollen. Was machen die Kinder da überhaupt?
https://servicebureau.de/medienpaedagogik/medien-in-der-familie
Das Internet-ABC e. V. steht als Partner für verlässliche Orientierung und sichere Begleitung in der digitalen Welt zur Seite. Kinder, Eltern und Lehrkräfte werden dabei unterstützt, ein besseres Verständnis für die Chancen und Herausforderungen des Internets zu entwickeln.
Im Bereich „Familie & Medien“ finden Sie das Basiswissen, das Sie brauchen, um sich im Internet zurechtzufinden - und um Kindern zeigen zu können, wie's geht.